Es war früher Sommer als ich von Tino eine Nachricht bekam, dass sich Isabel wieder für ein Familienshooting an der Ostsee melden wird und das es für ihn wichtig sei, dass wir es irgendwie schaffen, auch wenn der Zeitraum wohl in meiner Schulzeit liegt und ich da ungern weite strecken fahre. Tino plante Isabel an ihrem Zweitwohnsitz einen Antrag zu machen. Puh, mein Herz pochte vor Aufregung. Ich wollte schon immer einmal ein Engagement Shooting machen aber gleich an der Ostsee? Nun ja, manchmal muss man sich seinen Aufgaben stellen und ehrlich gesagt, ist das ja eine ziemlich große Wertschätzung. Während ich mit Isabel wie gewohnt textete, um Ideen für das Vorgehen und die Zeit des Shootings zu planen, hielt ich immer Rücksprache mit Tino und engagierte noch Aniko, unsere gemeinsame Freundin, die mich auf den Trip mit begleitete. erstens musste ich so nicht allein fahren und zweitens konnte sie alles filmisch begleiten.
Mitte September war es dann soweit und wir fuhren nichtsahnend (für Isabel) super aufgeregt an die See. Während Aniko fuhr, checkte ich immer wieder die Wetterprognosen. Alle waren zuversichtlich aber als wir im Gartenhaus von Tino, Isabel und Til ankamen, begann es zu regnen. Wir mussten also unser Shooting etwas nach hinten schieben. Währenddessen plauderten wir erst einmal, da wir uns alle ziemlich lang nicht gesehen hatten. Til konnte auch mit mir bereits warm werden, was super für das Familienshooting ist, wenn er direkt Vertrauen und Spaß empfindet. Außerdem versuchte ich Isabel für ein bestimmtes Kleid zu begeistern, wusste ich doch, was sie heute im Laufe des Tages noch erwarten wird. Doch sie hatte ihre feste Meinung und meinte, dass es schön ist, aber sie es lieber am folgenden Tag, wenn wir uns ohnehin für ein Portraitshooting sehen, tragen will. Ok, mehr wie reden und es ihr anbieten kann ich nicht, denn auch ihr anderes Kleid war schön. Zudem wollte sie die Familienfotos wie die vergangenen Fotos haben - gleicher Stil, gleicher Look.
Nachdem das Wetter besser wurde, packten wir alles nötige zusammen und liefen vom Gartenhaus zum Strand. Auf diesem ca. 20minütigen Weg begannen wir bereits mit ersten Familienfotos im Wald. Laufen, kuscheln und lachen standen auf dem Programm. Die Drei hatten direkt Freude und genossen die ersehnten Sonnenstrahlen. Diese sollten jedoch am Strand verschwinden. Äußerst ungünstig, denn hier plante Tino sich erst einmal zu verabschieden und den gemeinsam Strandkorb vorzubereiten. Für Isabel eigentlich nur für ein weiteres Setting, ahnte sie ja immer noch nicht, was auf sie zukommen würde.
Wir schoteten also Isabel und Til in den Dünen. Sie kitzelten sich und liesen kleine Papiervögel fliegen. Ein Regenguss führte jedoch dazu, dass wir uns unterstellen mussten. Wie weit Tino in der Zwischenzeit war? Wir wussten es nicht. Aniko versuchte immer wieder ihn zu erreichen aber keine Chance. Irgendwie haben wir es aber geschafft, dass Isabel und Til die Ruhe in Person waren, während Aniko und ich vor Aufregung kaum noch konnten. Nachdem wir Tino immer noch nicht erreichten, entschlossen wir uns dazu, dass ich die Beiden mit ans Wasser nehme und Aniko einfach zu Tino geht, um ihn zu unterstützen. Wir waren ca. 200m vom Strandkorb entfernt und während ich alles mitbekam, waren Isabel und Til mit Steinchen werfen beschäftigt. Mit einem Händewinken gingen wir dann zum Strandkorb und je näher wir kamen, umso erstaunter, fragender und gerührter wurde Isabel. Ich nahm ihr Til ab, so dass sie allein in Tinos Hände laufen konnte. Inmitten von Kerzen, Fackeln, Sand, einer Meeresbrise und berührenden Worten machte Tino Isabel den Antrag und natürlich erwiderte sie mit einem Ja! Das war aufregend! Aniko übernahm ab diesem Punkt Til und ich hielt diesen Moment und die Beiden im Sonnenuntergang für weitere Motive fest, bis wir gegen 20.30Uhr gemeinsam zum Gartenhaus liefen.
Aniko und Ich fielen erschöpft und überglücklich ins Bett und schmiedeten bereits erste Ideen, wie und wann die Beiden wohl heiraten werden.









































